Baden-Württemberg 2021

Baden-Württemberg 2021

10.12.2021 LL-BaWü. Menschenrechtstag

10.12.2021 Mannheim

Menschenrechte gelten für alle, immer und überall.
Trotzdem sind sie nicht selbstverständlich. Wir müssen sie einfordern und für sie einstehen.
Nur dann werden sie Wirklichkeit.

Das Friedensbündnis Mannheim aus zum Internationalen Tag der Menschenrechte ein. Gerne ist ein Teil von LL-BaWü der Einladung gefolgt und hat mit der vertonten Version des Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte die Veranstaltung eröffnet.

Die Kulisse der Veranstaltung konnte nicht besser gewählt sein. Der ehrwürdige Schillerplatz bot die eindrucksvolle Kulisse um der Menschenrechte zu gedenken und um deren Erhalt zu mahnen. Keine langen Reden waren angesagt, lediglich die drei Organisatorinnen lasen im Wechsel die 30 Artikel der Menschenrechte vor. Sie untermalten mit aktuellen Beispielen einige der Artikel.

So wurde ganz aktuell bei Artikel 19 – Meinung- und Informationsfreiheit, Stellung zum Fall Julian Assange bezogen. „Jeder Mensch hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäusserung.“ Wie es einem engagierten, investigativen Journalisten erging, der von diesem Recht Gebrauch machte, zeigt das Beispiel Julian Assange. Julian Assange deckte Kriegesverbrechen und Korruption während des Krieges im Irak auf. Statt Julian Assange für seine Enthüllungen zu danken, wurde er diffamiert, verfolgt, festgenommen und sitzt jetzt imn Großbritannien Im Hochsicherheitsgefängnis in Einzelhaft.

Ganz aktuell wurde am 10.12.2021 (Tag der Menschenrechte) vom UK High Court das Urteil gefällt, dass Julian Assange an die USA ausgeliefert werden kann. Auch anderen kritischen Journalisten und Whistleblowern geht es nicht anders.

31.10.2021 LL-BaWü, Lützerath, Rhein/Rhur, München, HH, Herford

29.10. – 01.11.2021
Lützerath

An dem Wochenende 30.10.– 01.11.2021 haben sich viele Lebenslautis aus verschiedenen Regionen Deutschlands (Rhein/Rhur, BaWü, Hamburg, München, Herford usw.) aufgemacht, um den Sonntagsspaziergang in Lützerath musikalisch zu begleiten. Am Samstagnachmittag trafen wir uns an der Mahnwache mit einigen Lebenslautis aus der LL-Rhein/Ruhr-Gruppe zu einer ersten gemeinsamen Probe. Am nächsten Tag waren wir bei einer gemeinsamen Probe ca. 35 – 40 Lebenlautis, die zum Auftakt der Kundgebung zur Demo (auch Dorfspaziergang) die Lieder: „In einem kühlen Grunde“, „Klimakiller“, „Abschied vom Walde“, „We need to wake up“ und „Wie nun ihr Herren“, gesungen haben.
Die LL-Rhein/Ruhr-Gruppe hat sich dann zum Kennenlernen mit Probe und Gruppenfindung nach Wanlo zurückgezogen.
Wir von LL-BaWü und aus den anderen Regionen haben uns an den Straßenrand gestellt und für alle Sonntagsspaziergänger*Innen und Demonstrant*Innen einiges aus unserem reichhaltigen Repertoire zum Besten gegeben.
Spontan gab es ein altes Lied (Heut‘ kommt der Hans zu mir …) mit einem neuen Text:

Heut‘ kommt die RWE,  des isch fei mies.  Ob sie aber heute hier Lützerath oder aber morgen dort Keyenberg  oder aber überhaupt nix kriegt,  sell isch ed g’wiss.

Es ist ein unglaublich langer Demozug an uns vorübergezogen.

Wir konnten vom Erdwall aus beobachtet, dass viele Menschen von Ende Gelände und andere Menschen aus dem Demozug in den Tagebau eindrangen. Ein junger Mensch lief dann die Kante entlang und versuchte raus zu kommen, aber die Polizei stand schon parat, um ihn in Empfang zu nehmen. Einige Lebenlautis sind dann über den Erdwall und haben zur Ablenkung der Polizei musiziert und der junge Mensch kam unbehelligt raus.

Es waren ungefähr 400 Aktivist*Innen im Tagebau und bis auf zwei Menschen kamen alle ohne Feststellung der Personalien wieder raus. Zwei Demonstrant*Innen wurden von der Polizei nach Aachen gebracht, wir und zwei Menschen vom GESA-Support machten uns auf nach Aachen, um für die Freilassung der beiden zu musizieren bzw. sie in Empfang zu nehmen. 

Die Polizei hat immer wieder versucht uns – mit offensichtlich fadenscheinigen und nicht nachvollziehbaren Argumenten – abzudrängen. Erst sollten wir den schön überdachten Fahrradunterstand verlassen und hinter das Gebäude gehen. Dann sollten wir auf den Gehweg gehen, was wir auch irgendwann gemacht haben. Aber das war nach einer gewissen Zeit auch wieder nicht Recht. Dann wollten Sie, dass wir auf die andere Straßenseite auf den Gehweg gehen, dem sind wir irgendwann auch nachgekommen. Zuletzt verlangen Sie, dass wir zur Autobahnauffahrt gehen sollten, was wir entschieden ablehnten. Schließlich wollten wir ja nicht für die Autofahrer*Innen singen. Der Einsatzleiter hat uns dann einen Platzverweis erteilt und uns mitgeteilt: „… dass, wenn wir dem nicht nachkommen sollten, sie uns mit körperlicher Gewalt hier entfernen würden und zur Autobahnauffahrt bringen würden …“

Wir beschlossen in Zweiergruppen über die Gehwege zu flanieren und dabei Musik zu machen. Dies hat die Polizei dann erst einmal verwirrt. Aber wir waren ja nun keine Versammlung mehr und sie haben sich schließlich zurückgezogen. So gegen 1.00 Uhr nachts wurde dann die letzte Aktivistin freigelassen.

Am Montagmorgen haben wir uns wieder mit der LL-Rhein/Ruhr-Gruppe zum gemeinsamen Proben getroffen. Wir musizierten an der Mahnwache und hinter der Schranke über dem Wall am Tagebau. Zum Abschluss sind wir um das Klimacamp gelaufen und haben an zwei verschiedenen Plätzen für Klimakamp-Aktivist*Innen gesungen.

Es hat uns allen Mut gemacht, dass sich so viele Leute für den Erhalt der Dörfer und für Eckhardt Heukamps Hof einsetzen. Und natürlich war es uns allen eine große Freude gemeinsam zu musizieren.

16.10.2021 LL-BaWü Garmedingen

16.10.2021 Gamerdingen

Das Lebenshaus Gamerdingen hatte zur Tagung – „We shall overcome“ 2021 eingeladen. Einige Mitglieder von LL-BaWü umrahmten musikalisch die Veranstaltung. Unterstützt wurden sie von einem afghanischen Freund.

Themen der alljährlich stattfindenden „We shall overcome“ Tagung:
• Friedensarbeit ist ein langer Weg
• Weltgesellschaft im Kommen
• Gewaltfrei leben lernen
• Collage zu Krieg, Desertion, Verweigerung und Asyl

24.09.2021 – Riedlingen

Am 24.09.2021 hat sich eine kleine Gruppe von Lebenslaute BaWü sowie eine Gruppe junger Leute vom Jugendzentrum in Riedlingen an der Donau mit einer Mahnwache, Musik, Kundgebung und einer kleinen Demo am Klimastreik beteiligt.

Nach dem wir die Mahnwache aufgebaut hatten begannen wir für die Leute zu musizieren. Das Repertoire umfasste die Musikstücke: In einem kühlen Grunde, Nach dieser Erde; Immer mehr Land; Wenn ihr den letzten Baum zerstört; We need to wake up; Dos Kelbl; Sollt ihn Frieden leben; Lebenslaute-Kanon; Beton, Beton; Wie nun ihr Herren.

Während wir Musik machten hat die CDU neben uns ihren Stand für den Wahlkampf aufgebaut. Wir haben sofort darauf reagiert und deren Aufbau mit  „Reiche den Reichtum den Reichen – Hosianna“  von Bert Brecht und Kurt Weill begleitet.

An unserer Mahnwache blieben immer mehr Leute stehen. Es kamen auch etliche Jugendliche nach der Schule zu der Mahnwache. Sie brachten auch noch Plakate und Fahnen mit.

Um 14:00 Uhr gab es dann eine Kundgebung mit drei Reden zu Naturprozessen, Klimagerechtigkeit und die Rolle des Militärs als Gefahr einer gewaltsamen „Rückversicherung“ in der Klimakrise, wir fordern sofortige Maßnahmen, um die 1,5 Grad Grenze einhalten zu können.
In deren Anschluss wir eine kleine Demo zum Rathaus machten.
Es war eine kleine, aber feine Aktion und wir hoffen sie im nächsten Jahr ausbauen zu können.

21.09.2021 LL-BaWü, Stuttgart

21.09.2021 – Stuttgart

Heute haben 7 Musiker*Innen von Lebenslaute BaWü im Rahmen des Aktionstages Rettungskette für Menschenrechte # Hand in Hand in Stuttgart-Hedelfingen ein musikalisches Zeichen für mehr Menschlichkeit und gegen das Sterben im Mittelmeer gesetzt.

Zwischen 12:00 Uhr und 12:30 Uhr bildeten wir dann gemeinsam mit einigen Zuhörern einen Rettungsring. Dabei sangen wir gemeinsam Die Gedanken sind frei, Nach dieser Erde und We shall over come.

Zwischen 11:00 Uhr und 12:00 Uhr erklangen die Stücke: Artikel 1 – der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte -, Slogans for Rights, Die Gedanken sind frei, mir leben ejbig, Dos Kelbl, Sollt in Frieden leben, Wohl denen die da wagen, Psalmlied: Wie nun ihr Herren und Nach dieser Erde. Dazwischen spielen unsere vier Instrumentalist*Innen: Das Zigeunerkind, russischer Tanz und Troika.
Immer wieder blieben Passanten*Innen stehen, hörten uns zu und lasen die Botschaften auf unseren Plakaten, z.B. Rettungskette für Menschenrechte # Hand in Hand – Gegen die Gewalt der Gleichgültigkeit oder Rettungskette für Menschenrechte # Hand in Hand – Kein Mensch ist illegal (in vielen Sprachen)

Der Pass ist der edelste Teil von einem Menschen. Er kommt auch nicht auf so eine einfache Weise zustande wie ein Mensch. Ein Mensch kann überall zustande kommen, auf die leichtsinnigste Art und ohne gescheiten Grund, aber ein Pass niemals. Dafür wird er auch anerkannt, wenn er gut ist, während ein Mensch noc hso gut sein kann und doch nicht anerkannt wird.
Berholt Brecht Flüchtlingsgespräche 1940/41

10.09.2021-IAA-Muenchen-

10.09.2021 – München

Das Aktionsbündnis Sand im Getriebe kündigte für den Zeitraum vom 8.–12. September 2021 eine Massenaktion zivilen Ungehorsams gegen die IAA (Internationale Automobilausstellung) in München an. Der Protest steht unter dem Motto #blockIAA – Autokonzerne entmachten, Klima schützen!
Wir haben uns diesem Protest mit klassischen Musik angeschlossen.

Zusätzlich zum Messegeländes hatte die IAA in der gesamten Innenstadt Münchens Infostände, Freizeitangebot oder Ausstellungen gestaltet. Eine „super wahnsinnig toller“ Elektroformel-1-Flitzer von Porsche war in der Fußgängerzone als Attraktion ausgestellt.

Lebenslaute startete daraufhin die Aktion: Klimaschutz statt Kapitalismus! Formel 1 braucht kein Mensch.

Mit klassischer Musik, Redebeiträge prangerte Lebenslaute den Wahnsinn der aktuellen Verkehrspolitik an! Über eine Stunde blockierten die Musiker*innen das Sichtfeld zu dem Fahrzeug. Unter Anderem wurde das Protestlied „Oh Lord, won`t you buy me a Mercedes Benz“ von Janis Joplin gesungen. Zuspruch kam vom Publikum, viele Menschen blieben stehen, lauschten, fotografieren und applaudierten.

05.09.2021, LL-BaWü, Büchel

05.09.2021 Büchel

Die bundesweite Kampagne „Büchel ist überall, atomwaffenfrei jetzt“ organisierte genau drei Wochen vor der Bundestagswahl (26. September), eine Menschenkette. Wir, von LL-BaWü bringen uns musikalisch bei der Aktion mit ein. Rund 800 Menschen standen am 05.09.2021 in Büchel in der Menschenkette. Vor und während der Menschenkette spielten wir unsere Musik, was von den Teilnehmern freudig aufgenommen wurde. Den Höhepunkt bildete dann unser kleines Konzert zum Abschluss auf der Bühne, wo wir 3 Lieder sangen. „Nous Sommer deux“, zum Andenken an Mikis Theodorakis, den Psalm „Wie nun ihr Herren und we shall overcome“, bei dem das Publikum kräftig mitsang. Sänger und Publikum reichten sich zu diesem Protestsong die Hände.

Ein besonders freudiges Ereignis war das zufällige Treffen weiterer Lebenslaufes, aus nicht BaWü, die dann mit uns gemeinsam die beiden letzten Lieder auf der Bühne sangen.

06.08.2021 Hiroshima Tag

06.08.2021 Mannheim

Der Tag, an dem der Tod kam. Hiroshima Tag
Am Morgen des 6. August 1945 geschah das bis dahin Unvorstellbare. Der Himmel verdunkelte sich über Hiroshima. Eine Bombe tötete in Hiroshima innerhalb von Sekunden zehntausende Menschen. Drei Tage später geschah dasselbe in Nagasaki. 150.000 Menschen starben unmittelbar an den Folgen dieser beiden Atombomben. Noch heute haben Menschen mit den Folgen zu kämpfen.

Wir, von LL-BaWü haben gemeinsam mit dem Friedensbündnis Mannheim diese Gedenkveranstaltung gestaltet.

Wir mahnen, dass sich diese schrecklichen Ereignisse nie wiederholen dürfen, und appellierten an die Bundesregierung endlich den Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) beizutreten.

03.07.2021 LL-BaWü Ulm Julian Assange

03.07.2021 Ulm

Am 03.07.2021 hat „Free Assange“ in Ulm auf sieben Bühnen mit Kleinkunst und Musik den 50. Geburtstag von Julian Assange, leider ohne das Geburtstagskind, gefeiert.

Wir von LL-BaWü waren Teil dieser Aktion. Auf der malerischen Donauwiese hatten wir unsere Bühne. In drei Konzerteinheiten haben wir zu ehren von Julian Assange gesungen. Unser Repertoire waren Lieder wie: „Wie nun ihr Herren“, „Elegie ai caduti“, „Artikel 1“, „Die Gedanken sind frei“, „Nous Sommer deux“ und ein Geburtstagslied für Julian Assange.

Heute feiern wir Geburtstag, darum singen wir ein Lied.
Auf dass das neue Jahr dir tausend wunderbare Stunden gibt.
Und dass du auch an trüben Tagen immer einen Lichtblick siehst.
Du bist heute nicht alleine und so soll es immer sein,
dass du Menschen finden, die das Leben mit dir gehen.
Das wünschen wir dir!

Immer wieder blieben Menschen stehen, haben unserer Musik gelauscht, die Flyer gelesen, diskutiert und Geld für Julian Assange (Prozesskosten) gespendet. Passanten und Menschen auf vorbeifahrenden Booten haben applaudiert.
Wir alle wünschen uns, dass Julian Assange bald frei gelassen wird und zu seiner Familie gehen kann. Er hat ein Recht darauf ein ganz normales Leben zu führen und seine Kinder aufwachsen zu sehen.
Wir wünschen uns auch, dass unsere Politiker/Regierung, die immer so gerne von freiheitlichen Werten, Pressefreiheit und Menschenrechten reden, sich endlich für die längst überfällige Freilassung von Julian Assange einsetzen und die Rechte von Whistleblowern garantieren.

Wir alle streben danach, uns bald wieder in Ulm zu treffen um aus Anlass der Freilassung von Julian Assange ein großartiges Fest zur Freilassung zu feiern.

18.06.2021.-LL-BaWü-Heidelberg

18.06.2021 Heidelberg

Am 22.06.1941 hat Nazi-Deutschland die Sowjetunion überfallen. Kein anderes Land hat einen so hohen Blutzoll zahlen müssen wie die Sowjetunion. 27 Millionen Sowjetbürger verloren in diesem Krieg ihr Leben.

Aus diesem Anlass singen wir auf dem Marktplatz in Heidelberg Lieder wie „Meinst Du die Russen wollen Krieg“ und „Sollt in frieden leben“.
Heute mahnen wir, dass Russland sich erneut bedroht fühlt. Die Nato-Osterweiterung und Defender 20 und 21 tragen nicht dazu bei, das Vertrauen der russischen Regierung und der russischen Bevölkerung in den Westen zu stärken

04.06.5.2021 LL-BaWü Pobenwochende

04.-06.06.2021 Rheinisches Braunkohlerevier

Am Vormittag noch in Büchel, am Abend dann im Rheinischen Braunkohlerevier. Wir sind bereit für das Probenwochende für die Jahresaktion vom 10.-17.08.2021.
Mit Achtel und Triole gegen Klimakiller Kohle – ALLE Dörfer bleiben!
Kontakt: lebenslaute2021@riseup.net

03.05.2021 LL-BaWü Büchel

04.06.2021 Büchel

Zeichen setzen für das LEBEN und gegen die tödliche Bedrohung durch die hier gelagerten Atomwaffen.

Im Rahmen der Aktion „20 Wochen gegen 20 Atomwaffen“ beteiligt sich die Regionalgruppe Lebenslaute Baden-Württemberg mit einem Blockadekonzert vor dem Atomwaffenstützpunkt Fliegerhorst Büchel. In verschiedenen Redebeiträgen wurde auf die Aufrüstung im Verborgenen – unter dem Deckmantel der Modernisierung – sowie auf die Hinterhältigkeit der modernen Kriegsführung aufmerksam gemacht. Die Rezitation des Textes „Dann gibt es nur eins: Sagt NEIN“ von Wolfgang Borchert war mit der AIR von J.S. Bach unterlegt. Der Text von Wolfgang Borchert zeigt alle Schrecken des Krieges und seine grausamaen Folgen auf. Im Musikprogramm fand sich unter anderem: „Le déserteuer“, „Meinst du die Russen wollen Krieg“, „Wer wahren Frieden will entfalten“, „Wohl denen, die da wagen“, „Der Krieg“ sowie Instrumentalstücke von „Vivaldi“, „Üsküdara“.

Lebenslaute Ulm 8.Mai 2021 Kriegsende

8. Mai 2021 Ulm

„Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der national-sozialistischen Gewaltherrschaft.“ 
(Richard von Weizsäcker)

In diesem Sinne veranstalteten die Gruppen „Lebenslaute“ und „Friedensbewegt Ulm“ auf dem Hans-und-Sophie-Scholl-Platz in Ulm eine Konzert-Aktion.
Musikalische Beiträge waren u.a. „Der Krieg“ von Rio Reiser und „Meint ihr die Russen wollen Krieg?“ von Eduard Kolmanowski / Jewgeni Jewtuschenko. Auch hörte man instrumentale Stücke von Bach und Vivaldi. Rezitiert wurde Wolfgang Borchert mit: „Dann gibt es nur eins! Sag NEIN!“
Redebeiträge zeigte die erschreckende Ansammlung von Rüstungsfirmen in und um Ulm auf. Der Aufruf an all diese Firmen: Frieden zu schaffen ohne Waffen und ihre Produktion von Rüstungsgütern auf zivile Produktion umzustellen. Ebenso wurde gefordert, dass der 8. Mai ein gesetzlich verankerter Feiertag in Deutschland wird.
Gedenken an alle Widerstandskämpfer*Innen gegen das NS-Regimes „Die Weiße Rose“. Vom Volksgerichtshof verurteilte am 22. Februar 1943 Christoph Probst, Hans und Sophie Scholl zum Tode und wurden am selben Tag hingerichtet. Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit, den Ihr um Euer Herz gelegt. Entscheidet Euch, eh es zu spät ist!“ aus dem 5. Flugblatt der weißen Rose.

Probe vor der Wilhelmsburg-Kaserne bei Ulm
Am Morgen des 8. Mai 2021 um 10:00 Uhr fand eine öffentliche Probe der Gruppe Lebenslaute-BaWü vor der Wilhelmsburg-Kaserne statt. Anlass vor der Kaserne zu proben, ist das Nato-Manöver „Defender 21“, das seit März 2021 auch unter Beteiligung einiger Nicht-Nato-Staaten an den südosteuropäischen Außengrenzen zu Russland und im Schwarzmeer-Raum stattfindet. Das JSEC (Joint Support and Enabling Command) in der Wilhelmsburg-Kaserne in Ulm spielt dabei eine zentrale Rolle. Es ist ein entscheidendes Logistik-Zentrum für Verlegung und Transport von Infanterie und gepanzerten Einheiten des Manövers. 80 Jahre nach dem Überfall von Nazi-Deutschland auf die Sowjetunion steht Deutschland heute in einer besonderen politischen wie auch moralischen Verpflichtung, den sensiblen Frieden in diesem Raum aufrechtzuerhalten und zu fördern. Deshalb ist eine Beteiligung Deutschlands an diesem Manöver abzulehnen.

06.05.2021 Heidelberg

Das Heidelberger Bündnis CemEnd demonstrierte anlässlich der (virtuellen) Aktionärsversammlung von Heidelberg Cement (HC). Das Bündnis fordert gemeinsam mit anderen Umweltorganisationen und Menschenrechtsgruppen vom Großkonzern sofortigen Klima- und Umweltschutz, sowie die Einhaltung der Menschenrechte für Menschen in den Kies- und Sand- Abbaugebieten.

LL-BaWü bekundete ihre Solidarität mit den Zielen des Bündnisses, indem wir die Kundgebung musikalisch mutgestaltet haben.

05.05.2021 Leimen

Aktivisten von Extinction Rebellion und Lebenslaute blockieren Heidelberger Zementwerk

Heidelberg/Leimen, 05.05.2021 – Mit bunten Flaggen, Gesang und einem großen Banner mit der Aufschrift „Zukunft statt Zement“ sperren die Aktivisten heute die Zufahrtstrasse des Heidelberger Zementwerkes in Leimen. Mehrer Aktivisten ketteten sich an ein Holzgerüst vor dem Zementwerk des Großunternehmens. „Heidelberg Zement beutet weltweit Menschen und Natur aus. In Indonesien zerstört der Bau eines Zementwerks die Existenz der lokalen Bevölkerung. In der Westsahara und in Palästina werden völkerrechtswidrig Rohstoffe abgebaut,“ so Pressesprecher Nils Urbanus.

Neben der friedlichen Blockade wird in Redebeiträgen der Aktivisten die globale Verantwortung des Konzerns thematisiert. Die Gruppe fordert, dass Heidelberg Zement die Menschenrechtsverletzungen einstellt und ihre Abbaugebiete in völkerrechtlich umstrittenen Gebieten schließt.

Des Weiteren werden die verursachten Emissionen kritisiert. „Wir brauchen eine Wende im Baugewerbe, die Menschenrechte und einen umfassenden Umweltschutz mitdenkt,“ sagt Nils Urbanus. Yulika Tsuda, Pressesprecherin von XR ergänzt „Wir müssen weniger und anders bauen. Wohnraum darf nicht als Spekulationsobjekt dienen. Zusätzlich wäre es an vielen Stellen leicht möglich Beton durch alternative Baustoffe zu ersetzen.“

03.04.2021 Mannheim

Eine Gruppe von LL-BaWü unterstützt musikalisch den Ostermarsch 2021 in Mannheim. Wir bekennen uns zum diesjährigen Motto des Ostermarsches.
Abrüsten – für den Frieden, das Klima und die Menschen!

15.01.2021-LL-BaWue-Heidelberg-1

15.01.2021 Heidelberg

Heidelberg Cement, ein Konzern, der beispielhaft für die Umweltzerstörung und die gigantischen Treibhausgasemissionen der Zementindustrie steht und gegen Menschen- und Völkerrecht verstößt. Das Heidelberger Bündnis CemEnd verleiht dem Konzern eine Medaille für den 2. Platz der klimaschädlichen Konzerne Deutschlands. Lebenslaute BaWü, gemeinsam mit Lebenslaute Hessen haben die feierliche Preisübergabe musikalisch begleitet.

Mit einem größeren jährlichen CO2 Ausstoß als Schweden gehört das Unternehmen zu den größten Mitverursachet des Klimawandels. Die eigenen Klimaziele des Konzerns sind den Umweltaktivisten zu schwach.

Mit den jetzigen Emissionswerten ist das Pariser Klimaschutzabkommen nicht einzuhalten. Die Zementindustrie trägt mit 8% aller Emissionen (das doppelte von ganz Afrika) zur Klimakrise bei.