2018 Köln: Mit Suite und Kantate gegen den Staat im Staate - Geheimdienste abschalten!

Köln, 15.-21. August 2018 – Bundesamt für Verfassungsschutz.

Wir suchen gut vorbereitete SängerInnen, Orchester-Musiker_innen und sehr gerne auch Unterstützer*innen! In diesem Jahr besonders auch Waldhörner und noch eine weitere Oboe.
MusikerInnen können sich unabhängig von den Aktionswochen auf unseren zweisprachig deutsch-englischen E-Mail-Newsletter (bis 12-mal jährlich) eintragen oder Vorschläge für zukünftige Aktionsthemen und -orte schreiben.


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+ Pressekontakt über Tel. 0175 990 3191 u. 0160 117 6819, presse@lebenslaute.net +

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Das Bundesamt für Verfassungsschutz

Das Bundesamt für Verfassungsschutz liegt in Köln-Chorweiler.

 

>> Aktionsticker und -bericht, 21. August 2018, Bundesamt für Verfassungsschutz. (Pressemitteilungen hier, Fotos hier)

 


>> Fotos

Fotos stehen zur freien Verfügung bei Nennung der UrheberIn (Lebenslaute, o.a.).

 


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Mobilisierung:
Faltblatt Lebenslaute 2018 (900 KB)
Faltblatt Lebenslaute 2018 (7 MB)
Bestellwunsch des Druckflyers gerne mailen an Printorder2018@lebenslaute.net.

 


>> Aufruf

Mit Suite und Kantate gegen den Staat im Staate – Geheimdienste abschalten!

Geheimdienste entziehen sich ihrem Wesen nach einer gesellschaftlichen Kontrolle. Das widerspricht der Grundidee von Demokratie. Vor allem diktatorische Regime setzen auf starke Geheimdienste. Geheimdienste bespitzeln und diffamieren, erzeugen ein Klima von Angst und Rassismus, inszenieren Kriegsgründe und schrecken auch vor Morden nicht zurück. Das ist ihnen möglich, weil sie keiner echten demokratischen Kontrolle unterliegen.

Die heutigen deutschen Geheimdienste Bundesnachrichtendienst (BND), Militärischer Abschirmdienst (MAD) und Verfassungsschutz (VS) sind aus Strukturen des Nazi-Faschismus hervorgegangen. Nach dem Zweiten Weltkrieg einigten sich die US-Geheimdienste und ihre westdeutschen Partner darauf, so wörtlich, „die alte Arbeit im gleichen Sinn“ gegen den inneren und äußeren Feind, die „rote Gefahr“, fortzusetzen. So entstanden in mehreren NATO-Staaten auch bewaffnete Untergrundstrukturen („stay behind“), in denen in der BRD alte und neue Nazis zahlreich vertreten waren.

Nach 1989 wurden auf dem Gebiet der ehemaligen DDR auch mit staatlichen Mitteln und mit Hilfe des VS Nazigruppen organisiert. Die Kader des NSU stammten aus dem „Thüringer Heimatschutz“, der unter anderem mit Geldern des VS finanziert wurde.

Nach der Selbstenttarnung des NSU wurden unter anderem im Bundesamt für Verfassungsschutz Akten vernichtet, die die Tätigkeit Dutzender V-Leute aus dem NSU-Umfeld dokumentierten. Ein Verfassungsschutzmitarbeiter war nachweislich bei dem NSU-Mord in Kassel am Tatort.

Der VS behindert bis heute gerichtliche Ermittlungen, sodass niemand aus dem VS strafrechtliche Konsequenzen fürchten musste. Statt des rechten Milieus wurde jahrelang das Umfeld der Opfer verdächtigt.

Warum starben mindestens sechs NSU-Zeug*innen, kurz bevor oder nachdem sie ihre Aussage machen konnten, und warum werden Attentäter*innen selten lebend gefasst?
Spätestens seit 2016 mischen V-Leute auch in der islamistischen Szene mit, z.B. im Fall der Anstachelung und Unterstützung des Attentäters vom Breitscheid-Platz, Anis Amri. Auch hier wurden Akten manipuliert.
Warum stirbt 2016 der mutmaßliche Sprengstoffattentäter Jabr Albakr in einem Leipziger Gefängnis?
Und genau diese Geheimdienste bekommen immer mehr Geld, Personal und Befugnisse!

Aus alldem wird deutlich, dass Aktivitäten staatlicher Geheimdienste von den Aktivitäten von Terrororganisationen nicht klar zu unterscheiden sind. Das ist umso verheerender, als auf Anschläge oft mit Kriegsterror „geantwortet“ wird, der ganze Regionen der Welt auf Dauer ins Chaos stürzt, unermessliches Leid über die Menschen bringt und sie zur Flucht zwingt.

Verfassungsschutz und alle Geheimdienste abschalten!
Geheimdienstliche Tätigkeit ausländischer Dienste nicht dulden und Whistleblower*innen schützen!
Täter*innen, Mittäter*innen und Mitwisser*innen aus Politik und Behörden zur Verantwortung ziehen!
Schluss mit den Unterdrückungs- und Überwachungsstrukturen in unserem Land!
Verteidigung und Ausbau demokratischer Rechte!

Solidarität, Freiheit und Gleichheit statt staatlicher Angstmacherei!

 


>> Konzertprogramm 2018

C. W. Gluck, Auszüge aus der Oper „Orpheus und Eurydike“,
L. v. Beethoven, „Coriolan“ Ouvertüre op. 62 für Orchester,
Chöre „Die Gedanken sind frei“ (Umtextung zum Thema)
und Vulture Song „That’s What Friends Are For“ aus dem Film „Jungle Book“
sowie weitere Musik für Orchester allein und mit Chor.

Folk, Jazz, Tanzen, Kammermusik, Improvisieren, Theater, … sind als Zusatzprogramme sehr erwünscht. Im Rahmen der Dienstagsaktion freuen wir uns über derartige Beiträge weiterer Ak­tionsgruppen und ­Teilnehmer*innen.

Programmheft zum Download (folgt)

 


>> Wir suchen…

Lebenslaute ist offen für übefreudige Musiker*innen aller Chor­- und Orchester­stimmen, besonders gesucht sind dieses Jahr Waldhörner und eine weitere Oboe!
Nicht musizierende Aktionsunter­stützer*innen sind ebenso willkommen!
Eine Anmeldung ist erforderlich. Wir bitten alle, die sich musikalisch beteiligen wollen, schon vor dem Probenwochenende ihren Instrumen­ten­ und Chorpart zu üben! Noten werden rechtzeitig zur Verfügung gestellt.
MusikerInnen können sich unabhängig von den Aktionswochen auf unseren zweisprachig deutsch-englischen E-Mail-Newsletter (bis 12-mal jährlich) eintragen oder Vorschläge für zukünftige Aktionsthemen und -orte schreiben.