Aktuelle Berichte und Informationen

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* twitter: @lebenslaute *

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18. Dezember 2019: Erscheinungstermin des Buchs 33 Jahre Lebenslaute

Lebenslaute (Hg.): Widerständige Musik an unmöglichen Orten – 33 Jahre Lebenslaute, mit DVD, Verlag Graswurzelrevolution, 249 Seiten, 180 Fotos (fast durchgängig farbig), zahlreiche Dokumente, Format: 21 x 28 cm, 25,- EUR, ISBN 978-3-939045-39-7

Buchbestellung auch über Lebenslaute möglich. Versand erfolgt am 18. Dezember bei Bestellung bis 10. Dezember. Die Zahl noch bestellbarer Bücher ist (6.12.2019): 450
29. November 2019: Blockadeaktion im Braunkohlerevier Lausitz

Gemeinsam mit weiteren 300 Aktivist*innen drangen Musizierende von Lebenslaute als Teil des Roten Fingers von Ende Gelände in den Tagebau Jänschwalde ein. Einem Teil des Roten Fingers gelang es, über unwegsame Abhänge bis zum Förderband in der dritten Ebene zu gelangen, wo die Musik erklang. Siehe Aktionsseite.

3. Oktober : Protest gegen „Wir für Deutschland“ in Berlin

Lebenslaute Berlin/Brandenburg stört die nationalistische Demonstration  „Wir für Deutschland“ (siehe Regionalaktionen Berlin/Brandenburg)

17. August 2019: Konzert im(!) Erstaufnahmelager Nostorf-Horst

+++ Aktionsticker mit Fotos +++

Trotz Verbot durch das Innenministerium spielte Lebenslaute das Konzert „Wir öffnen das Tor mit Orchester und Chor“ im(!)  Lager Horst (MV) vor begeisterten BewohnerInnen des Lagers.  Das ungewöhnliche Konzert fand von 16:30-18:00 auf dem zentralen Platz statt. Es wurde u.a. Schuberts Unvollendete, Tänze und Lieder aus den Fluchtländern, für ein menschenwürdiges Leben und für offene Grenzen gespielt. In verschiedenen Sprachen wurden die geflüchteten Menschen über unsere Hauptforderung informiert – Lager Horst auflösen!.

Bereits bei Dvoraks slawischen Tänzen begann der gemeinsame Tanz mit den Geflüchteten, der bei internationaler Musik „aus der Dose“ fortgeführt wurde. Ein ausgelassener Moment der Hoffnung.

Nach Verlassen des Lagers wurde Lebenslaute von der Polizei erwartet, die vom Landesamt für innere Verwaltung Mecklenburg-Vorpommern, Amt für Migration und Flüchtlingsangelegenheiten gerufen wurde. Die Behörde stellte Anzeige wegen Hausfriedensbruch.

Alle Infos zur Aktion gibt es auf der Seite Aktion 2019.

8. Mai 2019: Blockade des Nazi-Aufmarschs in Demmin

Eine kleine Gruppe von Lebenslaute hat eine Kreuzung in Demmin blockiert, um marschierende Nazis zu bremsen. Dies dokumentiert ein Artikel der Demminer Zeitung: „Regionales“.

13. März 2019: Forderung Einstellung der Verfahren zur Lebenslaute-Aktion 2018 (Offener Brief, s.u.)

Sehr geehrter Herr Minister Reul, sehr geehrte Damen und Herren,
am 20. August 2018 blockierten wir, die musikalisch-politische Gruppe Lebenslaute, in einer
gewaltfreien Aktion zivilen Ungehorsams mit Chor und Orchester für mehrere Stunden alle Zugänge
des Bundesamtes für Verfassungsschutz in Köln (Infos online). Ziel war es, die von uns, anderen
Bürgerrechtsinitiativen und Parteien geforderte Abschaltung der Behörde symbolisch zu beginnen. Der
sog. Verfassungsschutz hat sich besonders in den Jahren der Existenz des NSU (Nationalsozialist.
Untergrund) verdächtig gemacht, mit seinen V-Leuten in rechtsradikale und gewalttätige Umtriebe bis
hin zum Mord verstrickt zu sein. Für diesen unserer Ansicht nach legitimen politischen Protest erfahren
wir nun staatliche Repression in Form von Bußgeldern wegen Verstoßes gegen das Versammlungsrecht.

(….) Aus alldem wird deutlich, dass die Aktivitäten des Verfassungsschutzes wegen seines
unkontrollierbaren V-Leute-Systems von denen terroristischer Organisationen und Szenen nicht mehr
klar zu unterscheiden sind. Deshalb halten wir zivilen gewaltfreien Widerstand gegen dieses Amt für ein legitimes Mittel. Wir fordern die Einstellung aller Verfahren gegen Mitglieder von Lebenslaute, die am 20. August 2018 von der Polizei geräumt worden sind.

Offener Brief vom 13.03.19

2018: Keine Wiedervereinigung mit dem Krieg

Auch im Jahr 2018 haben Lebenslaute-Aktive zum „Tag der deutschen Einheit“ die Kriegsübungsstadt Schnöggersburg besetzt und zum Konzertort umgewidmet. Mehr …

6. Oktober 2018: Lebenslaute beim Hambacher Forst

Im Jahr 2018 hat wieder eine überregionale Lebenslaute-Aktion im Umfeld des Hambacher Forstes stattgefunden, zuerst wurde die Kohlebahn blockiert und dann ein Konzert in Oaktown im Hambacher Forst gespielt. Mehr …

20. August 2018: Inlandsgeheimdienst wurde viereinhalb Stunden BLOCKIERT

Aufruf, Aktionsticker, Fotos von Vorkonzert/Blockade/Aktionskonzert, Pressemitteilungen: Alle Infos AKTION 2018

Musizieren und Blockieren – Die Lebenslaute vor den Toren des Verfassungsschutzes (Film, 24:22min)
Autor*innen: Anne-Katrin Wübbena, Kyria Noatzke, Natasha Deasy | CC BY-NC-ND 3.0

.LEBENSLAUTE

(other languages‘ introductions follow below)

Z.B. 2012: Blockade der Waffenfabrik Heckler&Koch

Unter dem Namen LEBENSLAUTE engagieren sich seit 1986 bundesweit Musiker_innen, einmal jährlich in Chor- und Orchesterstärke (s. Sommeraktionen), dazwischen auch in kleineren Ensembles regional (s. Regional).

Als offene Musik- und Aktionsgruppe bringen wir überwiegend klassische Musik gerade dort zum Klingen, wo dies nicht erwartet wird: auf Militärübungsplätzen und Abschiebeflughäfen, vor Atomfabriken und Raketendepots, in Ausländerbehörden und an anderen menschenbedrohenden Orten.

Bei der Wahl unserer Konzert-Orte lassen wir uns nicht durch herrschende Vorschriften einschränken. Im Gegenteil: Lebenslaute-Aktionen suchen die politische Konfrontation durch angekündigten und bewussten Gesetzesübertritt. Seriöse Konzertkleidung unterstreicht unser konzentriertes Auftreten. Wo es geht, versuchen wir, lokale Protestbewegungen zu stärken. (mehr über uns…) .

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Going by the name of „LEBENSLAUTE“ (Life Sounds) musicians from all over Germany have been gathering annually since 1986 to form a full chorus and symphonic orchestra. On a regional basis there have been smaller but more frequent projects.

We are an open group combining music with social action and perform mainly classical music in public places where this is not usually expected: on the grounds of military training areas, inside the halls of airports to prevent deportations, at nuclear production plants and rocket depositories, as well as the offices of the Department of Alien Residency and other places where human life is threatened.

In our choice of concert locations we are not swayed by official regulations; on the contrary Lebenslaute  actions seek confrontation through previously announced and conscious civil disobedience. Our serious concert attire highlights the legitimacy of our concern. Whenever possible we strive to strengthen and support local protest movements.

We prepare ourselves cooperatively and intensely for our concert actions and act in a united fashion. Each participant is responsible for himself/herself and decides to what degree he/she is willing to actively disobey the laws and regulations involved. Our decisions are made on the basis of mutual consent / grassroots democracy, the needs and concerns of all participants are taken into account. Those faced with possible legal ramifications are supported by the mutual solidarity of the Lebenslaute network and other cooperating groups.