Baden-Württemberg 2024

Baden-Württemberg 2024

20.10.2024 Konzert statt Kies im Altdorfer Wald

“Und als sie zum Cello griff, da brach die Sonne durch die Wipfel”.

Konzertsaal eingepfercht wird. Wieder einmal brachten Es ist immer wieder ergreifend, wie viel stärker Musik noch wirken kann, wenn sie nicht in einen Konzertsaal eingepfercht wird. Wieder einmal brachten wir sie an einen Ort, an dem sie bewegen und wirken konnte.

Der Altdorfer Wald ist das größte zusammenhängende Waldgebiet in Oberschwaben und einer der entscheidenden Faktoren für eine lebenswerte Heimat im Landkreis Ravensburg. Der Konzern Meichle+Mohr möchte dort, mit Unterstützung der BW Forst, einen Teil des Waldes roden und dort eine 90 Meter tiefe Kiesgrube errichten. Der Kies wird vor allem in der Betonindustrie benötigt. “Gerade der unverschmutzte Waldboden zusammen mit den tiefen Kiesschichten darunter sorgt aber für besonders reines Trinkwasser in beinah unerschöpflichen Mengen, von dem die umliegenden Gemeinden direkt abhängig sind”, erklärt uns Samuel, einer der Aktivisten.


19.10.2024 – Ermutigende Tagung “We shall overcome!” in Gammertingen10.2024

Umrahmt wurde die Tagung auch dieses Jahr wieder von Gabriele Lang (Gesang und Cello) und Bernd Geisler (Gitarre und Sarod).

Der Verein “Lebenshaus Schwäbische Alb – Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie” hatte am 19. Oktober seine 12. Tagung “’We shall overcome!’ Gewaltfrei für die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht” organisiert. In das evang. Gemeindehaus in Gammertingen waren einer der bekanntesten Pazifisten und Rüstungsgegner des Landes, Jürgen Grässlin, sowie der Publizist, Konfliktforscher und interkulturelle Trainer Dr. Leo Ensel eingeladen. 50 Teilnehmende erlebten informative Tagungsbeiträge und beteiligten sich anschließend an der lebhaften Diskussion. Die Tagung wurde von allen als anregend und ermutigend wahrgenommen.

Konzert bei Baumbesetzung im Altdorfer Wald

Ebenfalls einbezogen in unser Tagungswochenende war ein Solidaritätskonzert von “Lebenslaute” bei der Waldbesetzung im Altdorfer Wald bei Wolfegg. Dort halten überwiegend junge Menschen ein Waldstück seit über dreieinhalb Jahren besetzt, um es vor der Zerstörung für den geplanten Kiesabbau zu retten. Rund 90 Menschen wohnten dem besonderen Konzert im Altdorfer Wald bei.


Musikalische Begleitung zu Schilderaktion “75 Jahre Nato – Fluch oder Segen?” in Ulm 21.09.2024

Im Rahmen der 20. Ulmer Friedenswochen begleitete die Gruppe Lebenslaute Baden-Württemberg am 21.09.2024 die Schilderaktion und Kundgebung mit dem Thema: „75 Jahre Nato – Fluch oder Segen?„ musikalisch.

Wir wollten damit ein musikalisches Zeichen gegen die Kriege auf dieser Welt und für einen weltweiten Frieden setzen. Krieg bringt nur Elend und Not. Das Überleben der Menschheit hängt von weltweitem Frieden und Gerechtigkeit ab.

FRIEDEN SCHAFFEN OHNE WAFFEN!

Es sind vor allem Rüstungskonzerne und Aktionäre, die an diesen Kriegen in der Welt und ihren unmenschlichen Folgen verdienen. Sie wollen aber weder für den Wiederaufbau noch für die – durch ihre Waffen – in Not geratenen Menschen einen finanziell einen Beitrag leisten

Auch unsere Regierung macht sich mitschuldig, weil sie die Rüstungsproduktion nicht verbietet und Rüstungsexporte erlaubt.

Unser Repertoire umfasste die Lieder: „Der Krieg” (Rio Reiser), „Es ist an der Zeit” (Hannes Wader), „Seifenlied“, „Le désereur“ (Boris Vian), „Wohl denen, die da wagen”, „Wer wahren Frieden will entfalten”, „Sollt in Frieden leben“, „Lebenslaute-Kanon“, „Nach dieser Erde“, „Artikel 1 – Alle Menschen sind frei“ und „Wenn man in einen falschen Zug einsteigt“

Mit der musikalischen Untermalung durch die „Air“ von Bach haben wir den Text: „Dann gibt es nur eins: Sag NEIN!” von Wolfgang Borchert rezitiert.

Rede von Lebenslaute BaWü zur Aktion


11.05.2024 im Ulm im Rahmen des internatinalen Tages der Kriegsdienstvereigerung

Eingeladen und tatkräftig unterstützt wurden wir von der “Friedenswerkstatt Ulm”. Sie organisierte einen Probenraum, transportierte Stühle und waren sehr präsent mit vielen Menschen und Bannern.

Weltweiter Aktionstag der Combatants for Peace für Frieden in Nahost
und Tag der Kriegsdienstverweigerung.

In Ulm treiben zahlreiche Rüstungskonzerne ihr Unwesen:
mbda (Taurus Raketen )
Hensoldt (Zielerfassungsgeräte für Drohnen)
Elbit (Rüstungskonzern Israel)
Jsec (Nato Kommandozentrale)

Deshalb ist uns wichtig in Ulm immer wieder Aktionen durchzuführen, um darauf hinzuweisen wie präsent diese Unheil bringenden Konzerne hier sind. Auch um der Bevölkerung klar zu machen, daß Ulm, und natürlich wir alle, direkte Zielscheibe bei einem Angriff wären.

Auch wollten wir den Tag der Kriegsdienstverweigerung ins Bewusstsein rücken.
KDV ist ein Menschenrecht – Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit – Kriegsdienstverweigerer brauchen Asyl, von der Bundesregierung immer wieder bekräftigt, was jedoch für die meisten heuchlerisch verweigert wird.

Wir waren 7 Lebenslauten und spielten, sangen und sprachen:

„Wer wahren Frieden will erhalten“, „Sagt nein von Wolfgang Borchert“, „Wohl denen die da wagen“, „Das Seifenlied“, „Sollt in Frieden leben“, „Lebenslaute- Kanon“, „Artikel 1“, „Guantanamera“, „El derecho de vivir en paz”

Eine runde und gelungene Veranstaltung!


20.04.2024 für den Frieden im Nahen Osten

Bei Kriegen gibt es keine Sieger nur jede Menge Tote und Verlierer. So protestieren wir von Lebenslaute vor Waffenfabriken, Abschiebeflughäfen und Abschiebegefängnissen, vor Atomfabriken und Raketendepots, an Militärübungsplätzen und vor Behörden, wo sich Geflüchtete melden sollen.

Am 20.04.2024 stehen wir als regionale Lebenslaute BaWü Gruppe am Herzog-Christoph-Denkmal am Stuttgarter Schlossplatz, um für den Frieden im Nahen Osten und aller Opfer in Israel, Gazastreifen, West-Jordanland, Libanon und Syrien zu gedenken.

Anlässlich des anhaltenden Krieges in Gaza trotz internationaler Appelle und der gefährlichen Eskalation zwischen Israel und dem Iran, rufen die Gesellschaft Kultur des Friedens und pax christi Rottenburg-Stuttgart auf zu einer Kundgebung:

“Sofortiger Waffenstillstand in Gaza – sofortiger Stopp deutscher Waffenlieferungen an Israel – Ende der Blockade von Gaza – für Deeskalation und einen gerechten Frieden im Nahen Osten!”

Forderungen zum sofortigen, anhaltenden Waffenstillstand in Gaza. Sofortiger Stopp deutscher Rüstungsexporte an Israel und alle anderen Länder der Region, wie z.B. Katar. Freilassung aller israelischer Geiseln in Händen der Hamas und aller palästinensischen politischen Gefangenen in israelischen Gefängnissen. Ein Ende der völkerrechtswidrigen israelischen Besatzung, als Voraussetzung für ein Leben in Frieden und Würde für die israelische und palästinensische Bevölkerung gleichermaßen. Umfassende Deeskalation in der gesamten Region durch Friedensverhandlungen für einen gerechten Frieden im Nahen Osten!

Es gab Beiträgen von Hamdi Shaqqura, Vizevorsitzender The Palestinian enter for Human Rights in Gaza, Annette Groth (ehem. MdB), Odilo Metzler (pax christi Rottenburg-Stuttgart), Heike Hänsel (Kultur des
Friedens) sowie Musik von Lebenslaute Baden-Württemberg und Stefan Genze.

Wir sangen folgende Lieder zwischen den Redebeiträgen:

Rezitation: „Dann gibt es nur eins, Sag Nein!” (Wolfgang Borchert) mit instrumentaler Begleitung (Air von J.S.Bach), “Das Seifenlied”, „Wohl denen, die da wagen“, „Sollt in Frieden leben“ und „Lebenlaute-Kanon“. Gegen Ende sangen wir Friedenslieder begleitet von Stefan Genze.


16.03.2024 Unterstützung der Gruppe “Letzte Generation” in Stuttgart Flughafen

Am 16.03.2024 machte die Letzte Generation die erste Ungehorsame Versammlung am Stuttgarter Flughafen. Kurz vor 12 Uhr startete der unangemeldete Protest mit einem Auftritt einer Gruppe von sieben MusikerInnen der Gruppe “Lebenslaute Baden-Württemberg” beim Klimateppich (Klimaband).

Wir brauchen Wahrheit in der Klimakrise

Wie tot liegen mehrere Aktivisten der Letzten Generation auf dem Boden der Abflughalle am Terminal 3 des Stuttgarter Flughafens. Begleitet wird die Leichenschau von Klängen einer Mundharmonika, die stark an die Titelmelodie des Western-Klassikers “Spiel mir das Lied vom Tod” erinnert. Neben der Gruppe, die als sogenannte Klimakleber berühmt-berüchtigt geworden waren, nehmen auch die Parents for Future mit dem Klimaband an der Protestaktion am Samstag teil. Auch beteiligt sich die regionale Gruppe Lebenslaute BaWü an der Aktion.

Gemeinsam mit den AktivistInnen der Letzten Generation sagen wir auf die Melodie von Bella ciao “Die Jets der Reichen, die müssen weichen, Kurzstreckenflüge sind nicht klug, nehmt doch den Zug Zug Zug”. Seitens der AktivistInnen der Letzten Generation gab es Banner mit den Forderungen. “Privatjets stoppen!”, “Kurzstreckenflüge nur für Insekten” oder “Steuerfreier Nahverkehr statt steuerfreies Kerosin!”.

Unser Banner trug die Botschaft „NATO-Defender = Klimaschänder“

Wir hatten im Repertoire die Lieder:

„Leben einzeln und frei wie ein Baum“, „Abschied vom Walde“, „Beton Beton“, „Wohl denen, die da wagen“, Hosianna Rockefeller“, „In einen kühlen Grunde“, Klimakiller Nr. 1“, „We need to wake up“, „Nach dieser Erde“, „Wie nun ihr Herrn“, „Wir suchen neue Wege“, „Sollt in Frieden leben“ und „Lebenlaute-Kanon“, „Malaika“, „Elegia“ und „Now o now“


02.02.bis 04.02.2024 Planungs- und Probenwochenende der Lebenslaute im Süden

Für unser Planungs- und Probenwochenende haben wir das Naturfreundehaus im Ried in Blaubeuren von Freitag, 02.02. bis Sonntag 04.02.2024 geprobt

Drei Tage lang haben wir intensiv genutzt, um uns musikalisch und mental auf neue Musikstücke einzustimmen. Rückblick auf Aktionen des Vorjahrs und Planung für das aktuelle Jahr waren Thema zwischen der Musik. Ein Wochenende voller Musik, fruchtbaren Gesprächen und Wissensaustausch zwischen den Teilnehmern. Der Blausee mit Umgebung gab uns eine ganz besondere Stimmung.