2018 Köln: Mit Suite und Kantate gegen den Staat im Staate - Geheimdienste abschalten!

Aktion vor dem Bundesamt für Verfassungsschutz, Köln-Chorweiler
Aktionstage in Köln: 15.-­21. August 2018
Aktionsvorbereitungs-­ und Probenwochenende, Bad Hersfeld: 22.-24. Juni 2018

 

> Verfassungsschutz und alle Geheimdienste abschalten!
> Geheimdienstliche Tätigkeit ausländischer Dienste nicht dulden und Whistleblower*innen schützen!
> Täter*innen, Mittäter*innen und Mitwisser*innen aus Politik und Behörden zur Verantwortung ziehen!
> Schluss mit den Unterdrückungs- und Überwachungsstrukturen in unserem Land!
> Verteidigung und Ausbau demokratischer Rechte!

> Solidarität, Freiheit und Gleichheit statt staatlicher Angstmacherei!

AUFRUF Aktion 2018

 

Wir suchen SängerInnen und Orchester-Musiker_innen, die bereit sind, sich gut auf ihren Part vorzubereiten, und sehr gerne auch Unterstützer*innen für die nicht-musikalischen Aufgaben!
Ihr könnt euch unabhängig von den Aktionswochen auf unseren zweisprachig deutsch-englischen E-Mail-Newsletter (bis 5-mal jährlich) eintragen oder Vorschläge für zukünftige Aktionsthemen und -orte schreiben.

Anmeldungen: lebenslaute2018@riseup.net

 

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21. April 2018:   LEBENSLAUTE  FÜR  TEXTIL-ARBEITER*INNEN
Gedenken – fünf Jahre nach dem katastrophalen Rana-Plaza-Einsturz in Bangladesch
BIELEFELD, 14-16 Uhr  (Innenstadt, Mitte der Stresemannstraße am „Loom“-Eingang)

Am letzten Einkaufssamstag vor dem 5. Jahrestag von Rana Plaza mit über tausend toten und über zweitausend verletzten TextilarbeiterInnen will die Gruppe LEBENSLAUTE (Regionalgruppe OWL) mit einem Kammermusik- und einem Chorensemble an die Katastrophe vom 24. April 2013 in Bangladesch erinnern.
Die sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen in dem einsturzgefährdeten Gebäude, die verschlossenen Notausgänge und das Leid der Opfer stehen für eine Wirtschaftsordnung, die Billig-Textilien bis auf den heutigen Tag auch im Bielefelder „Loom“ verkaufen lässt. LEBENSLAUTE wird in der Fußgängerzone zeigen, dass Geiz nicht etwa geil ist, sondern Menschenleben kostet.
Mit Aktionskarten „Ich möchte die ganze Rechnung sehen“ sollen Loom-BesucherInnen für die oft nach wie vor prekären Verhältnisse in der Textilindustrie sensibilisiert werden. KundInnen können per Karte die Zahlung existenzsichernder Löhne in den jeweiligen Textilfabriken einfordern und die Modeketten auf ihre Verantwortung hinweisen. Ein Transparent und ein Aufsteller nehmen weitere „Tödliche Textilfabriken“ ins Visier. Denn Rana Plaza ist beileibe kein Einzelfall.
Die internationale Textilindustrie hat inzwischen auf öffentliche Kritik an den Produktionsbedingungen reagiert – so veröffentliche die Modediscounterkette Primark im Februar 2018 ihre Lieferstruktur. Aber um den Tod aus Textilfabriken zu verbannen, ist noch mehr Druck notwendig. Dazu wollen die rund 20 MusikerInnen von LEBENSLAUTE mit vorwiegend klassischer Musik ihren Beitrag leisten.
Vorgetragen werden Werke u.a. von Heinrich Schütz, „Wie nun, ihr Herren“, Georg Philipp Telemann, das Lied der Weber 1844 in Peterswaldau und Langenbielau „Das Blutgericht“ (aus Gerhard Hauptmanns „Die Weber“).   Rana Plaza darf nicht in Vergessenheit geraten, damit sich die Katastrophe nicht anderen Orts wiederholt.

(Webpräsenz der OWL-Regionalgruppe)

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21. März 2018: 85 Jahre „Tag von Potsdam“ – Frieden schaffen ohne Waffen! Stoppt den Bau der Potsdamer Garnisonkirche!

Am 21. März 2018 blockierten Musizierende des Musik- und Aktionsnetzwerkes „Lebenslaute“ um 10 Uhr die Baustelle, um gegen den Neubau der Potsdamer Garnisonkirche zu protestieren.

 

Mehr …

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.LEBENSLAUTE

(other languages‘ introductions follow below)

Z.B. 2012: Blockade der Waffenfabrik Heckler&Koch

Unter dem Namen LEBENSLAUTE engagieren sich seit 1986 bundesweit Musiker_innen, einmal jährlich in Chor- und Orchesterstärke (s. Sommeraktionen), dazwischen auch in kleineren Ensembles regional (s. Regional).

Als offene Musik- und Aktionsgruppe bringen wir überwiegend klassische Musik gerade dort zum Klingen, wo dies nicht erwartet wird: auf Militärübungsplätzen und Abschiebeflughäfen, vor Atomfabriken und Raketendepots, in Ausländerbehörden und an anderen menschenbedrohenden Orten.

Bei der Wahl unserer Konzert-Orte lassen wir uns nicht durch herrschende Vorschriften einschränken. Im Gegenteil: Lebenslaute-Aktionen suchen die politische Konfrontation durch angekündigten und bewussten Gesetzesübertritt. Seriöse Konzertkleidung unterstreicht unser konzentriertes Auftreten. Wo es geht, versuchen wir, lokale Protestbewegungen zu stärken. (mehr über uns…) .

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Going by the name of „LEBENSLAUTE“ (Life Sounds) musicians from all over Germany have been gathering annually since 1986 to form a full chorus and symphonic orchestra. On a regional basis there have been smaller but more frequent projects.

We are an open group combining music with social action and perform mainly classical music in public places where this is not usually expected: on the grounds of military training areas, inside the halls of airports to prevent deportations, at nuclear production plants and rocket depositories, as well as the offices of the Department of Alien Residency and other places where human life is threatened.

In our choice of concert locations we are not swayed by official regulations; on the contrary Lebenslaute  actions seek confrontation through previously announced and conscious civil disobedience. Our serious concert attire highlights the legitimacy of our concern. Whenever possible we strive to strengthen and support local protest movements.

We prepare ourselves cooperatively and intensely for our concert actions and act in a united fashion. Each participant is responsible for himself/herself and decides to what degree he/she is willing to actively disobey the laws and regulations involved. Our decisions are made on the basis of mutual consent / grassroots democracy, the needs and concerns of all participants are taken into account. Those faced with possible legal ramifications are supported by the mutual solidarity of the Lebenslaute network and other cooperating groups.