2018 Köln: Mit Suite und Kantate gegen den Staat im Staate - Geheimdienste abschalten!

Aktionstage: Woche, 15.-­21. August, Köln
Vorkonzert:
Sonntag, 19. August, 18 Uhr, Alte Feuerwache, Melchiorstraße 3, Köln
Aktionskonzert:
Dienstag, 21. August, 10 Uhr, am Bundesamt für Verfassungsschutz, Köln-Chorweiler

Alle Informationen zur AKTION 2018

+ Pressekontakt über Tel. 0157 8711 4306, presse@lebenslaute.net +

 

> Verfassungsschutz und alle Geheimdienste abschalten!
> Geheimdienstliche Tätigkeit ausländischer Dienste nicht dulden und Whistleblower*innen schützen!
> Täter*innen, Mittäter*innen und Mitwisser*innen aus Politik und Behörden zur Verantwortung ziehen!
> Schluss mit Unterdrückungs-/ Überwachungsstrukturen in unserem Land!
> Verteidigung und Ausbau demokratischer Rechte!
> Solidarität, Freiheit und Gleichheit statt staatlicher Angstmacherei!

 

Geheimdienste entziehen sich ihrem Wesen nach einer gesellschaftlichen Kontrolle. Das widerspricht der Grundidee von Demokratie. Geheimdienste be­spitzeln und diffamieren, erzeugen ein Klima von Angst und Rassismus, insze­nieren Kriegsgründe und schrecken auch vor Morden nicht zurück. Das ist ihnen möglich, weil sie keiner echten demokratischen Kontrolle unterliegen.
Die heutigen deutschen Geheimdienste Bundesnachrichtendienst (BND), Militä­rischer Abschirmdienst (MAD) und Verfassungsschutz (VS) sind aus Strukturen des Nazi­Faschismus hervorgegangen. So entstanden mit Unterstützung von US-­Geheimdiensten in mehreren NATO­-Staaten auch bewaffnete Untergrund­strukturen („stay behind“), in denen in der BRD alte und neue Nazis zahlreich vertreten waren.
Nach 1989 wurden auf dem Gebiet der ehemaligen DDR auch mit Hilfe des VS Nazigruppen unterstützt. Die Kader des NSU stammten aus dem „Thüringer Hei­matschutz“, der unter anderem über den VS finanziert wurde. Nach der Selbstenttarnung des NSU wurden auch im Bundesamt für Verfas­sungsschutz Akten vernichtet, die die Tätigkeit Dutzender V-­Leute aus dem NSU-­Umfeld dokumentierten. Ein Verfassungsschutzmitarbeiter war nachweis­lich bei dem NSU-­Mord in Kassel am Tatort. Der VS behindert bis heute gerichtliche Ermittlungen, sodass niemand aus dem VS strafrechtliche Konsequenzen fürchten musste. Statt des rechten Milieus wurde jahrelang das Umfeld der Opfer verdächtigt.
Und diese Geheimdienste bekommen immer mehr Geld, Personal, Befugnisse!

 

 

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.LEBENSLAUTE

(other languages‘ introductions follow below)

Z.B. 2012: Blockade der Waffenfabrik Heckler&Koch

Unter dem Namen LEBENSLAUTE engagieren sich seit 1986 bundesweit Musiker_innen, einmal jährlich in Chor- und Orchesterstärke (s. Sommeraktionen), dazwischen auch in kleineren Ensembles regional (s. Regional).

Als offene Musik- und Aktionsgruppe bringen wir überwiegend klassische Musik gerade dort zum Klingen, wo dies nicht erwartet wird: auf Militärübungsplätzen und Abschiebeflughäfen, vor Atomfabriken und Raketendepots, in Ausländerbehörden und an anderen menschenbedrohenden Orten.

Bei der Wahl unserer Konzert-Orte lassen wir uns nicht durch herrschende Vorschriften einschränken. Im Gegenteil: Lebenslaute-Aktionen suchen die politische Konfrontation durch angekündigten und bewussten Gesetzesübertritt. Seriöse Konzertkleidung unterstreicht unser konzentriertes Auftreten. Wo es geht, versuchen wir, lokale Protestbewegungen zu stärken. (mehr über uns…) .

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Going by the name of „LEBENSLAUTE“ (Life Sounds) musicians from all over Germany have been gathering annually since 1986 to form a full chorus and symphonic orchestra. On a regional basis there have been smaller but more frequent projects.

We are an open group combining music with social action and perform mainly classical music in public places where this is not usually expected: on the grounds of military training areas, inside the halls of airports to prevent deportations, at nuclear production plants and rocket depositories, as well as the offices of the Department of Alien Residency and other places where human life is threatened.

In our choice of concert locations we are not swayed by official regulations; on the contrary Lebenslaute  actions seek confrontation through previously announced and conscious civil disobedience. Our serious concert attire highlights the legitimacy of our concern. Whenever possible we strive to strengthen and support local protest movements.

We prepare ourselves cooperatively and intensely for our concert actions and act in a united fashion. Each participant is responsible for himself/herself and decides to what degree he/she is willing to actively disobey the laws and regulations involved. Our decisions are made on the basis of mutual consent / grassroots democracy, the needs and concerns of all participants are taken into account. Those faced with possible legal ramifications are supported by the mutual solidarity of the Lebenslaute network and other cooperating groups.