2019 Nostorf-Horst: Wir öffnen das Tor mit Orchester und Chor

Lager auflösen! Menschenrechte verteidigen!

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Vorbereitungs- und Probenwochenende:  14.-16. Juni 2019  in Waltershausen (Thüringen)

Aktionswoche:  13.-18. August 2019 (Anreise 12.8., Abbau am 19.8.),  im Westen Mecklenburgs
Vorkonzert:
  16. August 2019, mittags,  open air vor dem Landes-Innenministerium in Schwerin
Konzertaktion:
  am Wochenende 17./18.8.,  Erstaufnahmeeinrichtung Nostorf-Horst (bei Boizenburg / Elbe)

Anmeldung über: lebenslaute2019@riseup.net
Kostenbeteiligung/ Spenden (sehr erwünscht)
Verwendungszweck „Aktion 2019“, Konto-Inhaberin: Lebenslaute
IBAN: DE40 4306 0967 1115 4515 01 BIC: GENODEM1GLS


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>> Fotos

Fotos stehen zur freien Verfügung bei Nennung der UrheberIn (Lebenslaute, falls nicht anders benannt).


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Aktionsberichte

Vorberichte


>> Material

Pressemitteilungen

Mobilisierung
Aufruf-Flyer Lebenslaute 2019
Plakat Lebenslaute 2019
Postkarte Lebenslaute 2019
Bestellwunsch für den gedruckten Flyer gerne mailen an flyerorder2019@lebenslaute.net.

In der Aktionswoche Vorgetragenes/eingesetzte Schriftstücke:
Vorkonzert-Programm
Handzettel für Mitarbeiter_innen
Programmheft 2019 zum Download

 

>> Aufruf (Druckversion hier)

Wir öffnen das Tor mit Orchester und Chor
Lager auflösen! Menschenrechte verteidigen!

Das Erstaufnahmelager Nostorf-­Horst ist für Geflüchtete ein lebensfeindlicher Ort. Eingerahmt von Wald, vier Kilometer entfernt von den nächsten Einkaufsmöglichkeiten, müssen dort Menschen zwangsweise drei, vier Monate, ja manchmal mehr als ein Jahr in Tatenlosigkeit und in einem angstvollen Wartezustand leben. Die Menschen werden mit ihrer traumatischen Vergangenheit alleingelassen. Es gibt kaum Kontaktmöglichkeiten und Begegnungen zur lokalen Bevölkerung. Essen wird zentral geliefert, selbst zu kochen ist nicht erlaubt. Die medizinische Versorgung ist völlig unzureichend, genauso wie Angebote für Kinder ­ insbesondere die aus Mecklenburg­-Vorpommern zugewiesenen Kinder können nicht einmal zur Schule gehen und verlieren so wertvolle Lebenszeit. Die hygienischen Verhältnisse sind unzureichend, es herrschen Dauerlärm, erzwungene Untätigkeit und Langeweile, eingeschränkte Kommunikationsmöglichkeiten… und immer wieder die große Angst, nachts unbemerkt abgeschoben und in erneute Unsicherheit außer Landes gebracht zu werden. Und tatsächlich verschwinden die meisten, ohne etwas von der zivilgesellschaftlichen Willkommenskultur mitbekommen zu haben. Insbesondere für Kinder, Frauen und sexuelle Minderheiten gibt es keinen angemessenen Schutz. Viele Bewohner*innen empfinden ihre Situation dort wie in einem großen Freiluft-Gefängnis. Nostorf­-Horst wird der zivilgesellschaftlichen Kontrolle von unabhängigen Unterstützungsstrukturen bewusst entzogen, für kritische NGOs besteht sogar Hausverbot. Sie können höchstens Beratung vor den Toren des Lagers durchführen, bei etwas größerem Andrang sogar nur im Freien, ohne Schutz vor Sonne oder Regen.Nostorf-Horst hat sich (in Kombination mit dem anderen Lager Stern Buchholz im Süden von Schwerin) zum Prototyp eines sogenannten Ankerzentrums entwickelt, wie es Bundesinnenminister Seehofer vorschwebt: Geflüchtete werden zu einer „Weltlosigkeit“ (Hannah Arendt) degradiert, indem man ihnen ihre Hoffnung auf Heimat, Zugehörigkeit, menschliche Gemeinschaft nimmt.Seit mehreren Jahren versuchen Organisationen, u.a. die Flüchtlingsräte von Hamburg und Mecklenburg­Vorpommern, mit monatlichen Beratungen diese gewollte Isolation zu durchbrechen. Seit einigen Monaten gibt es monatliche Mahnwachen. Um weiter Aufmerksamkeit und Druck an diesem abgelegenen Ort aufzubauen, will Lebenslaute auf dem Gelände musizieren.

Wir fordern Menschenwürde für Geflüchtete!
Das ist in Horst nicht möglich, daher:
Lager Horst auflösen! Menschenrechte verteidigen!


>> Konzertprogramm 2019
Wir bereiten vor:
Freiheitschor der Gefangenen aus „Nabucco“ von Verdi,
Musik aus Fluchtländern,
den 1. Satz aus der Symphonie h-moll von Schubert, der „Unvollendeten“,
„Slawische Tänze“ von Dvorak, einen Chor von Dietrich Buxtehude
und anderes.


>> Wir suchen jedes Jahr…

Lebenslaute ist offen für übefreudige Musiker*innen aller Chor­- und Orchester­stimmen, Laien und Profis! Nicht musizierende Aktionsunter­stützer*innen sind ebenso willkommen!
Musikaktivist*innen können sich unabhängig von den jährlich überregionalen Aktionswochen auf unseren zweisprachig deutsch-englischen E-Mail-Newsletter (bis 10-mal jährlich) eintragen, Kontakt zu unseren Regionalgruppen aufnehmen und Vorschläge für zukünftige Aktionsthemen und -orte schreiben.